DANCE PIECE BY  GIORGIO MADIA

MUSIC BY DMITRY SHOSTAKOVICH

 

Choreography & Stage Direction: Giorgio Madia

Sets:  Cordelia Matthes

Costumes: Bruno Schwengl

Video:  fettFilm (Momme Hinrichs | Torge Møller)

Assistant to the Choreography: Adriana Mortelliti

Dramaturg: Annegret Gertz

 

WORLD PREMIERE

12 March 2011

Staatsballett Berlin | Komische Oper Berlin

 

CAST Polina Semionova | Iana Salenko (Dorothy), Federico Spallitta (Scarecrow), Artur Lill (Tin Man), Vladislav Marinov (Lion), Vladimir Malakhov (Oz, The Wonderful Wizard), Nadja Saidakova (Glinda), Elisa Carrillo Cabrera (WWW, The Wicked Witch of The West) Corps de ballet of Staatsballett Berlin

 

DURATION 1:30 h | without intermission

Music from Recording

 

You may reach a lot – if not the most important things – with heart, brain and courage. That is what little Dorothy learns during her journey through The Marvelous Land of Oz, in which a terrible storm swirls her. She didn’t expect to be welcomed that friendly and even less to find such wonderful friends as the smart Scarecrow, the amiable Tin Man and the Cowardly Lion. Together the four have to pass many adventures and find OZ, The Wonderful Wizard, to ask him for help before their dreams come true. The story constantly revolves around the path-goal theory. Despite its tradition in film and on stage the book was never adapted for dance. Giorgio Madia was engaged to arouse the charm of the story and its characters, to unleash the dynamic of the enormous adventures and to create a charming and fascinating evening for Staatsballett Berlin and its audience. Several international prizes were awarded to the Italian choreographer who is famous for his poetic and humorous style. This production is based on the American children’s book “The Wonderful Wizard of Oz” by L. Frank Baum and is perfectly suitable for the entire family. – PR Staatsballett Berlin

 

Die Philosophie der Geschichte ist einfach: Der Weg ist das Ziel, und mit etwas Herz, Verstand und Courage kommt man auch an. Egal wo, am liebsten Zuhause, wenn man weiß, wo das ist, vielleicht auch „einfach nur“ bei sich selbst. Dorothy jedenfalls, die kleine Anführerin auf der Reise mit ihren Freunden Vogelscheuche, Blechmann und Löwe zum Zauberer von OZ weiß das alles, ohne jemals darüber nachgedacht zu haben. All die verrückten Abenteuer überstehen die vier Freunde nur, weil sie sich auf ihren Instinkt verlassen, und eben gerade nicht darüber nachdenken, was das klügste, liebevollste oder mutigste wäre, sondern es einfach tun, unmittelbar aus der inneren Bewegung heraus und im rechten Moment. Dabei verlassen sie sich nicht nur aufeinander, sondern es geht um viel mehr. Sie inspirieren sich gegenseitig, indem sie die Begabungen wecken, die im jeweils anderen schlummern.

Aber die Geschichte hat es in sich. Nur auf den ersten Blick ist sie so einfach. Sie lebt von ihrer Dynamik und davon, dass die wesentlichen Dinge immer in Bewegung sind. Eine Moral gibt es nicht. Überhaupt gibt es nichts, was sich festhalten oder erklären ließe. Die treibende Kraft, das einzige, woran die vier sich wirklich halten können, ist die Erkenntnis, dass nichts so ist wie es scheint. Der Zauberer von OZ erteilt ihnen darin eine großartige Lektion mit all den Ballons, die ich ihm und den Bewohnern seines Herrschaftsgebietes als allgegenwärtiges Attribut verpasst habe. Naiv und absichtslos schwebt der Ballon herbei und steckt voller Ironie, wenn er zum Symbol wird für den schönen Schein, die Täuschung und die Träumerei. Aber wie alles Ephemere entzieht es sich, das niedliche Nichts. — GIORGIO MADIA

 

 

REVIEWS

Giorgio Madias Tanzstück strotzt vor Heiterkeit und Abenteuerlust. Deshalb ein guter Rat gleich zu Beginn: die Kinder beim Besuch dieses Tanzmärchens nicht zuhause zu lassen, sondern sie mitnehmen ins Theater. Von ihrem Mitfiebern, ihrem Gelächter, ihrem Jubel lebt die Aufführung bis tief in den Schluss hinein: in diese phänomenale, unvergessliche Luftballon-Saalschlacht, in der Jung und Alt sich mit Begeisterung austoben können.

Klaus Geitel, Berliner Morgenpost, 14. März 2011

 

Die Inszenierung des italienischen Choreografen Giorgio Madia ist hinreißend. […]

Großartig dagegen ist es, wie Madia im Detail arbeitet. Auf den Leib schreiben, diese Redewendung passt. […]

Am Ende rollt eine Luftballonwelle über die Zuschauer. Man muss sich entscheiden: Ballons wegstoßen oder klatschen. Klatschen.

Anna Pataczek, Der Tagesspiegel, 13. März 2011

 

Auch wenn sich der Zauberer am Ende nicht als besonders hilfreich erweist – es ist die ganz große Show, die das Staatsballett da zu Musik von Dmitri Schostakowitsch auf die Bühne bringt.

Schwaebische.de, 13. März 2011

 

Die Inszenierung von Giorgio Madia war eine gigantische Show. […]

Ein Effekt jagt den nächsten, viele Bilder wurden mit Extra-Applaus gefeiert. […]

B.Z., 14. März 2011, zö

 

… ein Tanzstück , das sich keinen Allmachtsfantasien hingibt, sondern sehr verspielt und dabei äußerst trickreich die Erfolgserzählung von Lyman Frank Baum bebildert. […]

Familienspaß pur. […]

Einfach zum Liebhaben … […]

Vesna Mlakar, Die Deutsche Bühne, April 2011