BIOGRAPHIE

FOTOS Annegret Gertz . Ryszard Kornecki . Doris Spiekermann . Yan Revazov

Der gebürtige Mailänder erhielt seine Ausbildung zum Tänzer an der Ballettschule der Mailänder Scala und wurde in das Ensemble des Teatro alla Scala übernommen. 1985 wurde er von Maurice Béjart als Solotänzer in dessen Ensemble engagiert, dem er mehrere Jahre lang angehörte. Ein umfangreiches klassisches und zeitgenössisches Repertoire erarbeitete er sich als Solotänzer, bald als Erster Solotänzer in den USA. Ihm wurden beim Pennsylvania Ballet, Milwaukee Ballet und San Francisco Ballet große Rollen des klassischen Repertoires genauso anvertraut wie neoklassische Bravourstücke. Einige zeitgenössische Choreographen erarbeiten Kreationen mit ihm.

Während dieser Zeit wurde Giorgio Madia auch von Rudolf Nurejew verpflichtet, um an dessen mehrjähriger Abschiedstournee teilzunehmen und mit ihm zwei Duette, José Limóns THE MOOR’S PAVANE und Béjarts CHANT DU COMPAGNON ERRANT, zu tanzen. 1993 kehrte er nach Europa zurück, wurde als Erster Solotänzer an das italienische Aterballetto engagiert sowie 1995 als Solotänzer an das Zürcher Ballett.

Ab 1997 widmete er sich der Arbeit als Ballettmeister und Pädagoge, wurde Erster Ballettmeister beim Basler Ballett, sodann beim BerlinBallett an der Komischen Oper. Zum Ballettdirektor wurde er 2000 an das Teatr Wielki in Łódź berufen, 2003 bis 2005 an die Volksoper Wien.

 

Mit dem Choreographieren und Regieführen begann Giorgio Madia 1995, seit 2005 arbeitet er freischaffend. Aufträge führten ihn mehrfach zum Staatsballett Berlin, an die Wiener Kammeroper, zum Wiener Staatsballett, zuletzt zum Béjart Ballet Lausanne oder zu den Salzburger Festspielen. Er choreographierte mehrfach die Eröffnung des Wiener Opernballs, konzipiert den Life Ball Wien und setzt das wohl weltgrößte Charity-Event seit mehr als einer Dekade in Szene. Mehrere seiner Opern- und Ballettproduktionen wurden von Kritikern in Polen mit der „Goldenen Maske“ ausgezeichnet.

 

Giorgio Madias Werkliste umfasst nahezu dreißig Kreationen. Neben seinen Interpretationen der Klassiker des Ballettrepertoires stehen überwiegend abendfüllende Werke, zahlreiche Handlungsballette, die auf individuellen Konzepten beruhen. Sein „Denken in Bewegung“ findet unverwechselbaren Ausdruck auch in seinen Regie-Arbeiten für das Musiktheater. Zu seinen Inszenierungen zählen LES CONTES D’HOFFMANN, der Doppelabend zweier Barockopern LA GUIRLANDE | ZEPHYRE (Rameau), die Kurzopern LE PAUVRE MATELOT und VENUS IN AFRICA, die Musicals AIN’T MISBEHAVIN‘, DER KLEINE HORRORLADEN, LA CAGE AUX FOLLES, die Operette GIUDITTA, Glucks ORPHEE ET EURYDICE als Ballet-Opéra oder Bizets CARMEN.

 

 

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