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FOTOS Theater Vanemuine 2016

STAATSBALLETT BERLIN 2014
THEATER VANEMUINE 2016

BALLETT VON GIORGIO MADIA

MUSIK VON CHRISTOPH WILLIBALD GLUCK

 

Choreographie & Inszenierung: Giorgio Madia

Bühne: Cordelia Matthes

Kostüme: Bruno Schwengl

Assistentin des Choreographen: Adriana Mortelliti

Dramaturgie: Annegret Gertz

Musikalische Einrichtung: Lidia Baich

 

BESETZUNG Leonard Jakovina (Don Juan), Vladislav Marinov (Zanni), Michael Banzhaf (Diavolo), Elena Pris (Donna Anna), Ilenia Montagnoli (Donna Isabella), Nadja Saidakova (Donna Elvira), Iana Salenko (Elisa), Marian Walter (Carino), Dominic Hodal (Don Ottavio), Oliver Wulff (Commandeur), Corps de ballet des Staatsballetts Berlin sowie Lidia Baich (Solo-Violine)

 

URAUFFÜHRUNG

21. June 2014

Staatsballett Berlin | Komische Oper Berlin

 

 

BESETZUNG Alain Eric Laurent Divoux (Don Juan), Matteo Giulio Tonolo (Zanni), Brandon Alexander (Diavolo), Amy Bowring (Donna Anna), Lawrence Massie (Don Ottavio), Tarasina Masi (Donna Isabella), Janek Salvolainen (Commander), Maria Engel (Donna Elvira), Yukiko Yanagi (Elisa), Silas Stubbs (Carino), Solisten und Corps de ballet Theater Vanemuine Estonia and Linda-Anette Suss (Violin)

PREMIERE

29 October 2016

Theater Vanemuine Estonia

 

SPIELDAUER 90 Minuten | keine Pause

MUSIK VOM TONTRÄGER mit Violine live

 

Als ich den Entschluss fasste, aus Anlass des Gluck-Jubiläumsjahres dessen Ballettkomposition DON JUAN in Szene zu setzen, ahnte ich nicht, welcher Horizont sich mir eröffnen und wie inspirierend die Welt sein würde, in die ich eintauchte. Während der Arbeit lernte ich Christoph Willibald Glucks Musik zu lieben, die mir unerwartete Möglichkeiten eröffnete. Ihre geradezu magische, zurückhaltende Strenge erlaubte mir eine enorme Freiheit, um die Situationen und Stimmungen zu beschreiben, die ich jeweils erschaffen wollte. Mir gefällt der Gedanke, dass er bei der Arbeit an diesem Projekt präsent gewesen ist, als wäre er aktiv beteiligt. Ich hatte immer das Gefühl, in seinem Sinne zu gehandelt zu haben.

Je intensiver ich mich dagegen mit dem Burlador – dem ‚Spieler‘, dem ‚Betrüger‘ – von Sevilla befasste, umso entschiedener entzog er sich jeder Festlegung und ich spürte, dass nicht die Geschichte des Verführers „erzählt“ werden wollte, sondern etwas ganz anderes. Auf das WAS kommt es nicht so sehr an wie auf das WIE. Don Juan ist immer nur so „wahr“ oder greifbar wie die poetische Intensität der Fiktion, die ihn zum Leben erweckt. Sein Geheimnis offenbart sich erst in der Vorstellung des Betrachters. Don Juan ist ein Libertin, ein Hedonist, er folgt seiner Lust, seinen sexuellen Impulsen, lebt einzig im Augenblick, kennt keine Zukunft und keine Vergangenheit. Er scheint aus der Rebellion der Instinkte gegen die Regeln der Gesellschaft und der Moral geboren zu sein. Sein ur-menschliches Bedürfnis der Grenzüberschreitung steht der christlichen Vorstellungswelt des Barock gegenüber, das „Carpe diem“ geht mit dem „Memento mori“ einher. Sein Spielfeld ist die Bühne, er braucht das Publikum und stets ein Gegenüber, ohne das er nicht existiert. Seine unaufhörliche Bewegung, sein versatiles Wesen, ruft einen dramatischen Rhythmus hervor, in dem sich die Missachtung von Treue und Ehrenwort abwechseln, in den sich Schmerz, immer aber auch das Lachen und vor allem sinnliches Vergnügen mischen.

Sein Genre ist die „Tragicommedia“, in der Tragik und Komik vereint sind. Und seine Bühnensprache ist die der Farce, die keine Regeln kennt. So wie er! Was auf den Kopf gestellt erscheint, ist durch seinen Blick gerade richtig herum. Was auch immer dahinter ist, eine neue Türe ist interessanter als jene, die sich gerade schließt, und hinter jedem Vorhang wartet ein Ereignis: Theater. — GIORGIO MADIA

 

PRESSE

La sensualité reste le fil rouge de cette performance technique à la hauteur des attentes des aficionados des ballets-néoclassiques. Les variations […] touchent par leur gracieuse énergie, leur délicatesse robustesse.  […] La production est truffée de scénographies originales qui assoient le génie narratif du chorégraphe.

Jade Albasini, berlinpoche.de, 24.06.2014

 

Dass sich dabei Amüsement und Ernst wohltariert die Waage halten, dafür steht Giorgio Madias komödiantisches Gespür. […] Madia erzählt stringent und mit viel Sinn für winzige Bewegungsdetails, auf Spitze für die Frauen, in einem den klassischen Fundus modern weitenden Duktus.

Volkmar Dräger, Neues Deutschland, 23.06.2014

 

Ein ‚coup de théâtre’ ist das erste Bild mit einem schräg gekippten, in der Luft hängenden Spiegel …

Bernd Hoppe, operalounge.de, Juli 2014

 

Eine grandiose Vorstellung.

Renate Dahms, tanzinfo-berlin.de, 22.06.2014

 

DON JUAN von Giorgio Madia ist eine der drei erfolgreichsten Produktionen des Staatsballetts Berlin in der Spielzeit  2013/2014 – alle Vorstellungen in der Komischen Oper Berlin waren restlos ausverkauft.

nach der Pressemitteilung des Staatsballetts Berlin, 7. July 2014