BALLETT VON GIORGIO MADIA

MUSIK VON PETER I. TSCHAIKOWSKY

 

 

Inszenierung, Choreographie & Licht: Giorgio Madia

Bühne, Kostüme & Video: Daniel Ioan Roman

 

 

PREMIERE

27. Mai 2006, Teatr Wielki Lodz

 

BESETZUNG Joanna Jablonska (Prinzessin Aurora), Pjotr Ratajewski (Prinz Desiré)

Solisten und Corps de ballet des Teatr Wielki Lodz

 

SPIELDAUER

Musik vom Tonträger

 

[Meine Inszenierung] bricht als durchgehend modernes Tanz-Theater bewusst mit der Tradition des Hauses, rein klassisch zu inszenieren. Ich verwende den klassischen Tanz nur entstaubt und gezielt für die Zeit, bevor Dornröschen aus dem Schlaf erwacht und endgültig zum modernen Tanz findet. Insofern könnte man das auch als Sinnbild für die Situation des Theaters, wenn nicht sogar Polens innerhalb Europas sehen. Es geht also weniger darum, eine Neuinterpretation gefunden zu haben – selbst wenn mein Dornröschen statt der Spindel an Drogen gerät, sondern darum, Tanz wieder als „primitive Kunst“, als Freude und Lust an der Musik zu vermitteln. Polens staatliche Theater sind daher schon fortschrittlicher als jene anderer europäischer Länder, wo ein ähnliches Umdenken gerade erst bei den Zeitgenossen einsetzt. Und für mich entspricht es einfach meinem Ziel, Tanz so spannend wie in einem Film zu zeigen, nur dass „mein“ Film „live“ erlebt werden kann, denn er wird ja getanzt! – GIORGIO MADIA (im Interview: Der Neue Merker, 18. Juli 2006)

 

 

 

PRESSE

 

Giorgio Madia legte eine radikal heutige und dennoch ästhetisch bezaubernde Neu-Interpreatation des Petipa-Stoffes vor. Hätte er auch noch erstklassige Tänzer gehabt, wäre sein poetisches DORNRÖSCHEN geradezu atemberaubend geworden.

Elfi Oberhuber, Wiener Zeitung, 30. Mai 2006

 

Der italienische Choreograph, verwendet eine originelle Ballettsprache, die auf Techniken des klassischen, semiklassischen und modernen Tanzes basiert. Seine Phantasie gleicht derer der Kinder: sie ist ehrlich, spontan und unbefangen, sie überrascht durch die Assoziationsfrische und zeugt dabei von der Freude am Schaffen.

In der Aufführung ist beinahe alles entzückend,: die Übersichtlichkeit der Choreographie, die Klarheit der Erzählung, die Sauberkeit der Formen und die Ideenvielfalt. […] Der leichte und dezente Humor macht den Zuschauern, und vermutlich auch den Tänzern, richtig Freude.

Magdalena Sasin, Gazeta Wyburcza, 26. Mai 2006